Haus zum Warteck

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Lindstrasse 1, 8400 Winterthur

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Das Haus zum Warteck ist ein Wohn- und Geschäftshaus in der Winterthurer Altstadt. Der im Stil der Neorenaissance erbaute Stadtpalast wird vom Bund in der Liste der Kulturgüter von nationaler Bedeutung geführt. Einst stand an der Stelle des heutigen Warteckhaus ein Wehrturm, der sich unmittelbar neben dem Nägelitor befand. Östlich vom Turm befand sich ein Kornhaus des ehemaligen Spital Neumarkt (heute ist dort das gleichnamige Alterszentrum Neumarkt), das zuletzt von 1833 bis 1854 als Stadtgefängnis diente, bevor dieses ins neu gebaute Bezirksgebäude am Neumarkt umzog. Danach schrieb die Stadt das Gebäude 1855 zum Verkauf aus, worauf der Geschäftsmann Jakob Theodor Ziegler-Bühler es aufkaufte. Bühler war Teilhaber des Textilunternehmens Rieter, Ziegler & Cie, dass Blaudrucktücher produzierte. Er liess das Kornhaus niederreissen und an seiner Stelle das Haus zum Warteck vom renommierten Zürcher Architekten Leonhard Zeugheer errichten. In den ersten beiden Etagen des von 1857 bis 1861 errichteten Repräsentativbaus zog die Textilfirma ein, während die beiden oberen Stockwerke von der Familie Zeugheer zu Wohnzwecken genutzt wurden. Als die Textilfirma auszog, wurde das Haus 1879 Hauptsitz der nicht lange zuvor gegründeten Schweizerischen Unfallversicherungs-Aktiengesellschaft, die zuletzt als Winterthur Versicherungen bekannt waren. Die Versicherungsgesellschaft blieb jedoch nicht lange im Gebäude sondern zog sechs Jahre später ins Bezirksgebäude, wo heute das Bezirksgericht Winterthur seinen Sitz hat. Nach deren Auszug wurde das Gebäude von Eduard Bühler-Egg gekauft, der die unteren Etagen für seine Firma nutzte und die oberen vermietete. 1988 kauften die Winterthur Versicherungen ihren ehemaligen Hauptsitz wieder und liessen ihr 1994 restaurieren und aussen originalgetreu bemalen. Die Versicherung nutzte danach die zweite Etage des Warteckhaus ein paar Jahre noch zu Repräsentativzwecken. Heute befinden sich im Haus hauptsächlich Wohnräumlichkeiten und Anwaltbüros. Zur Bildquelle, Autor: Roland zh 2011

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